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YOUTH FESTIVAL 2026 - Der Gottesdienst

 

Der Höhepunkt naht: Gleich beginnt der Gottesdienst auf dem YOUTH FESTIVAL 2026. Noch erreichen die Teilnehmer, die außerhalb des Geländes in Hostels und Jugendherbergen geschlafen haben, das Gelände. Auch die etwa 700 Jugendlichen, die in den beiden Schlafhallen übernachteten, machten sich nach dem gemeinsamen Frühstück auf dem Gelände bereit für den Gottesdienst...

Der Höhepunkt naht

Gleich beginnt der Gottesdienst auf dem YOUTH FESTIVAL 2026. Noch erreichen die Teilnehmer, die außerhalb des Geländes in Hostels und Jugendherbergen geschlafen haben, das Gelände. Auch die etwa 700 Jugendlichen, die in den beiden Schlafhallen übernachteten, machten sich nach dem gemeinsamen Frühstück auf dem Gelände bereit für den Gottesdienst.

Parallel und fast unbemerkt von den meisten Teilnehmern leitete Bischof Pascal Strobel bereits in den frühen Morgenstunden einen Gottesdienst im kleinen Kreis auf Französisch in der Sakristei für eine Gruppe, deren Flug organisatorisch bedingt bereits während des Hauptgottesdienstes startete.

Neben den 2.500 vor Ort anwesenden Jugendlichen und Helfern waren über 1.000 Geschwister, die nicht anreisen konnten, per Livestream zugeschaltet.

Dann war es so weit: Der Gottesdienst beginnt und die Gemeinde singt das Lied (HB 245) „I need Thee every hour“. Bezirksapostel Stefan Pöschel diente mit einem Bibelwort aus Markus 13,31: „Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“

 

Chorgesang

Eine Besonderheit in diesem Jahr bildet der Chor: Nicht ein einzelnes Ensemble, sondern die ganze Gemeinde singt. Geübt wurde am Vortag in einem offenen Singen und jetzt ist es so weit: „My Lighthouse“ wird von den Chorleitern Stephan Arnold und Steffen Hause angeleitet – und die gesamte Gemeinde singt mit!

 

Internationaler als gedacht

Zum Beginn ging Bezirksapostel Pöschel auf den geknackten Weltrekord ein: Der internationalste Gurgel-Chor performte am Vortag die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“. Neben dem eingeladenen Kreis aus den 12 Ländern Aserbaidschan, Albanien, Deutschland, Griechenland, Türkei, Libanon, Portugal, Frankreich, Litauen, Niederlande, Belgien und Luxemburg waren darüber hinaus Glaubensgeschwister aus 15 weiteren Ländern anwesend, sodass insgesamt 27 Nationen vereint waren – Weltrekord.

Die hunderten Funkempfänger, die für den Empfang der Übersetzung in Englisch, Französisch, Portugiesisch, Litauisch und Albanisch gedacht waren, reichten nicht aus – was tun? Der Gottesdienst wurde spontan am Altar von Apostel Jeannot Leibfried ins Französische übersetzt, sodass für die übrigen Sprachen dann genug Empfangsgeräte bereitstanden. Auch wurde eine Übersetzung in Gebärdensprache an den Videowalls eingeblendet.

 

Hauptpredigt: Bezirksapostel Stefan Pöschel

Bezirksapostel Pöschel ging in seiner Predigt auf eine Welt voller Veränderungen ein. Er blickte etwa 10 Jahre zurück, als Smartphones noch weniger leistungsfähig waren und Kleidung sowie „hochmoderne“ Frisuren ganz anders aussahen. „Das Leben besteht aus Veränderung“, stellte er fest. Doch diese stetige Veränderung wirft eine wichtige Frage auf: „Wenn sich alles verändert, worauf kann ich mich dann noch verlassen?“

Die Antwort darauf liefert das Bibelwort: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Der Bezirksapostel betonte, was für eine gewaltige Aussage dies ist: Es geht nicht nur darum, dass es eine neue Smartphone-Generation geben wird, sondern um die Endlichkeit der Welt. Gott hingegen ist in seinem Wort dauerhaft bei den Menschen. Für die Jugend, die vor großen Entscheidungen steht – sei es bei der Berufswahl, den Lebenszielen oder der Partnerwahl –, bieten die Evangelien verlässliche Antworten. Jesu Worte haben schon vor 2.000 Jahren Bestand gehabt und Generationen durchs Leben getragen. Was bereits die Großeltern erreicht hat, erreicht auch die heutige Generation: „Ich bin bei dir und ich bleibe bei dir. Das Wort Gottes ist gültig.“ Menschliche Worte verlieren oft an Wert, die Worte Jesu jedoch nicht, denn sie sind keine bloße Informationsvermittlung.

Der Bezirksapostel stellte zwei Akzente gegenüber: Vergänglichkeit (Himmel und Erde) und Beständigkeit (Jesu Worte). Er veranschaulichte dies mit dem eindrucksvollen Bild eines Schiffes auf dem Meer: Auf ruhiger See läuft alles bestens. Doch wenn Zweifel, Sorgen, Krisen oder Probleme (als Beispiel nannte er Krieg und Klimawandel) wie hohe Wellen im Sturm aufkommen, braucht das Schiff einen Anker. Dieser Anker ist das Wort Christi. Die hohen Wellen an der Oberfläche stören den Anker auf dem Grund nicht. „Die Sicherheit hängt nicht vom Wellengang ab, sondern von der sicheren Verbindung zum Anker!“ Wichtig ist, im Wort Gottes zu bleiben, damit das eigene Glaubensschiff nicht untergeht.

Als weiteres Beispiel wurde auch der Umgang mit Social Media als Sinnbild für Vergänglichkeit genannt: Man definiert sich oft über Klicks – heute beliebt, morgen vergessen. Das ist nicht stabil. Stabil ist, was bleibt. Das eigene Glaubensschiff geht nicht unter, weil es oben stürmt. „Alles vergeht, aber du bleibst. Und es ist gut, wenn du an meinem Wort bleibst.“ Wichtig ist, im Wort Gottes zu bleiben, damit das eigene Glaubensschiff nicht untergeht.

Im Anschluss sang der Chor das Stück „Herz und Mund“.

 

Mitdienen: Bezirksapostelhelfer João Uanuque Misselo

Bezirksapostelhelfer Misselo rief dazu auf, sich auf das zu besinnen, was für Christus wichtig ist. Auch wenn die Gottesdienstteilnehmer aus verschiedenen Bereichen kommen und unterschiedliche Sorgen haben, eint sie der Wandel der Zeit. Er erzählte lächelnd von einem Foto, das ihn beim Empfang des Konfirmationssegens zeigte – heute sei er ein „alter Papa“. Alles ändert sich und wird sich weiter ändern. Wer sich nur an seinem irdischen Stand erfreut, verliert diesen, sobald sich die Umstände ändern. Was jedoch bleibt, ist die Verbundenheit zu Gott: „Wir sind Kinder Gottes, wir sind keine Sklaven.“ Auch wenn Himmel und Erde vergehen, Jesu Worte bleiben, Jesus bleibt derselbe – gestern, heute und morgen. Das Ziel ist, immer mehr in das Wesen Jesu hineinzuwachsen, um die Zukunft im Reich Gottes zu verbringen.

Es folgte der Chorbeitrag „With you I Can“.

 

Mitdienen: Jugend-Apostel Franz-Wilhelm Otten

Jugend-Apostel Otten bedankte sich für die Augenblicke der Gemeinschaft und Verbundenheit, die er fest in sich aufnehmen wolle. Er griff den Gedanken der Veränderung auf: Während sich die Welt früher langsam wandelte, beschleunigt sich dieser Prozess heute rasant. Die Seele sucht in dieser Schnelllebigkeit nach Halt und Festigkeit. Da die Worte Jesu nicht vergehen, stehen uns alle Möglichkeiten offen.

Er erinnerte an ein weiteres Wort Jesu: „Ich bin die Tür.“ Wenn man sich im Leben vor einer scheinbaren Sackgasse oder einer unüberwindbaren Wand befindet, solle man genau hinschauen: Dort ist eine Tür. Man müsse sich auf Christus berufen. Er ist die Tür zur Entscheidung und dahinter liegt der Weg, der zu Gott führt. Durch diese Tür zu gehen bedeutet zu wissen, welche Zukunft wir haben. Das unvergängliche Wort Jesu lautet: „Freu dich, geh in tiefem Glauben hin zum Ziel, damit ihr da seid, wo ich bin.“

 

Feier des Heiligen Abendmahls

Die Feier des Abendmahls war geprägt von der Gnade Gottes. Jesus spricht den Gläubigen zu: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig.“ Er hat sein Leben für jeden Einzelnen gelassen. Zur Umrahmung wurde das Bußlied (HB 469) „Holy Spirit heal my Soul“ gesungen.

 

Sakramente für die Entschlafenen: Apostel Gert Opdenplatz

Die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen wurde von Apostel Opdenplatz durchgeführt. Er griff drei zentrale Begriffe aus der Predigt auf: Vergänglichkeit, Beständigkeit und Vertrauen.

  • Vergänglichkeit: Gott hat den Menschen eigentlich zur Unvergänglichkeit geschaffen, als Abbild seines Wesens, als ewige Liebe. Das irdische Leben ist zwar vergänglich, doch das Leben der Seele ist es nicht. Der Tisch des Herrn ist auch für die unsterblichen Seelen in der Ewigkeit weiterhin bereitet.
  • Beständigkeit: Er zitierte einen Rat aus einer vorangegangenen Podiumsdiskussion: „Sie blieben beständig in der Lehre, in der Gemeinschaft, im Gebet und im Brotbrechen.“ Alle, die uns vorangegangen sind, sind in dieser Beständigkeit heute gemeinsam mit uns verbunden.
  • Vertrauen: Das Vertrauen stützt sich auf die Zusage: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ Himmel und Erde vergehen, aber das Leben der Seele vergeht nicht – es bleibt in Ewigkeit.

Die Sakramente für die Entschlafenen wurden von einer Diakonin und einem Diakon aus Portugal und Litauen stellvertretend in Empfang genommen. Musikalisch begleitet wurde die Handlung unter anderem durch das Stück „In Times like These“.

 

Schlussgedanken und Gebet

Im abschließenden Gebet bat der Dienstleiter darum, Gott möge den jungen Geschwistern die Türen öffnen, damit sie mutig hindurchgehen können. Ein besonderes Gedenken galt denjenigen, die Herzensleid tragen oder von dunklen Gedanken geplagt sind; für sie wurde um die Sendung von Gottes Hilfe gebeten. Der Gottesdienst schloss mit der tröstlichen Gewissheit: „Ich bin nie alleine, weil Jesu Wort für mich gilt: Ich bin bei dir alle Tage.“

 

Fotos: Sandra Escher, Marcel Felde, Jessica Krämer und Andreas Wagner

Bericht: Christoph Muster

6. September 2026

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